Passau: Zimmerschied steckt sie alle in den Sack
Sigi Zimmerschied übertrifft sich selbst bei der Heimpremiere des neuen Programms "Reisswolf".
So elegant Zimmerschied seine Hauptfigur schmiedet, so virtuos baut er sein Programm auf, nahtlos die Szenenübergänge, mühelos die Wechsel der Erzähler.
Was Zimmerschied im "Reisswolf" zeigt, steckt nicht nur vieles von dem in den Sack, was sonst auf Kleinkunstbühnen zu sehen ist. Er steckt das Allermeiste in den Sack. Hochachtung! Raimund Meisenberger
Passau: „In seinem neuesten Programm rächt sich der „Lachdichter“ mit
„Kabarett-Fetzen aus unerhörten Texten“ jedoch an seinen
Peinigern, all jenen Öffentlich-Rechtlichen, die seit den 70er
Jahren seine Vorschläge abgelehnt haben. „Zu poetisch, zu
aggressiv, zu mundartlich, zu speziell, formal zu gewagt, zu viel
Inhalt, zu wenig Lachdichte . . . “.
Wir aber haben beim Zuhören einen Mordsspaß an den wortgewaltigen
Resultaten seines vermeintlichen Scheiterns.“ Barbara Reitter (Paussauer Neue Presse 14.01.2010)
Obernburg: „Man muss Zimmerschied gehört und vor allem gesehen haben, wenn man verstehen will, was aggressives politisches Kabarett auch heute noch leisten kann, in einer Zeit, in der viele von der Krise des politischen Kabaretts raunen. Gut für so manchen Kleinkünstler, dass Zimmerschied trotz aller Erfolge viel weniger Leute gesehen und gehört haben, als er es verdienen würde. Sonst würden sie mit ihren Bemühungen auf der Bühne ganz schön alt aussehen.“ Heinz Linduschka
Süddeutsche Zeitung meint: „ ein kruzifixgescheiter Humor"! "Mit seinem 14. Soloprogramm, 35 Jahre nach dem Erstling, ist dem Passauer ein selten dichtes Kammerspiel geglückt. (...) Zimmerschied setzt sein komplettes Instrumentarium ein, schnüffelt, hechelt, zischt, brodelt und nutzt auch seine Physiognomie, die sich kein Comic-Zeichner markanter ausdenken könnte. Es ist ein kurzer, aber nachhaltiger Spaß, den Zimmerschied da anrichtet. Und es ist mehr als eine Gaudi, wenn am Ende solche Sätze hängenbleiben: 'Unsere Heimat ist die Angst. Und die ist überall.' " Thomas Becker
tz München: "Ein Programm, so furios wie eine Hausdurchsuchung im Morgengrauen." Rudolf Ogiermann
Passauer Neuen Presse:"Wir können ihm dabei zuschauen, wie er sich ohne das Netz erprobter Themen, Techniken und Texte hinaufschraubt in verbales Risikogebiet. Wortgewaltig härteste Satire produziert. Grenzwertig grobe Sprüche loslässt gegen Vertreter von Politik, Wirtschaft und Kirche. Und dabei anderthalb Stunden Hochspannung erzeugt. (...) Barbara Reitter

